Samstag, 25. März 2023

Skandale zu Hauf

Kaum ist die Jubiläumskonzertreise vorbei, häufen sich die Berichte skandalösen Verhaltens, die von Fanatikern zu hören sind.

Während des letzten Konzerts der Tour bekam die Kapelle an geeigneter Stelle einen Koffer aus dem Publikum gereicht, welcher prall gefüllt war mit Gold und Geld. Ohne Zweifel war es der Versuch des Auditoriums den werthen Grafen Lindorf zum Verbleib in der Band zu bewegen. Doch bereits 30 Sekunden nach Öffnen des genannten, prall gefüllten Koffers gab es den ersten Skandal. Diener Bastille erdreistete sich zuzugeben, dass er die Spende dazu nutzen würde ein von ihm lang und heiß ersehntes Teeservice zu erstehen. Die Vermutung liegt nahe, dass er dieses nutzen würde, um die Damenwelt von sich zu überzeugen, allen voran wohl Kämmerin Julia. 

Doch als würde das nicht genügen, verstaute Herr Voss im Hintergrund ganz diskret einen Schein in seiner Weste, während Bastille sich im Vordergrund mit dem Grafen Lindorf darüber unterhielt, ob dieser denn für eine gewisse Summe tatsächlich in der Band bliebe. Doch unseren Adleraugen ist diese Frechheit nicht entgangen! Unerhört!

Wir hoffen sehr, dass diese zwei Indiskretionen für die beiden Herren nicht ohne Folgen bleiben werden, war der Reichtum doch für den Cellisten bestimmt. Nun werden wir wohl nie erfahren, ob Geld den Grafen zum Bleiben hätte bewegen können. Es tut uns Leid; wir haben alles versucht.

Dienstag, 21. März 2023

Von langer Hand geplant?

Die Konsternation ist groß; egal ob Abschied oder Rausschmiss und geplatzter Werbedeal, alle reden jetzt über Graf Lindorf und seinen Austritt aus der Kapelle. Der Archivar berichtete der Graf sei sich sicher, dass man ihn nicht vermissen werde und dass er sowieso der unbeliebteste Coppelianer von allen ist. Nun, ob das die richtige Interpretation ist, ist zu bezweifeln.

Nach einem der Festivalkonzerte im vergangenen Jahr habe man hören können, dass sich der Graf aufgeregt habe über die Vielfalt an Fotographien, Posts, und mehr von diesen modernen Schnickschnacks in den sogenannten Sozialen Medien die nicht ihm, sondern den immer streitenden Klarinettisten gewidmet sind. Zwar ist er selbst nicht auf diesen Plattformen anwesend, der Archivar habe jedoch immer berichtet was sich dort zutrug.

Unserer Einschätzung nach ist die Kunde über den (vermeintlichen?) Austritt des Grafen lediglich ein listiger Plan, welcher eine Flut von Nachrichten über ihn auslösen soll, um so sein Ego zu stärken. Der Plan zeigt sich wirksam, denn seit dem Jubiläumskonzertreiseabschlusskonzert überbieten sich die Fanatiker einander mit Lob für den Grafen und Kundgebungen schlafloser Nächte wegen Kummers. Unbeliebt ist er den sozialen Medien nach also nicht. Die Fanatikerschaft zollt ihm jetzt Anerkennung und Dank, was eine gute Sache ist, egal ob Abschied oder nicht. Die Frage ist, ob das den Grafen zufriedenstellen wird oder er seinen Worten auch Taten folgen lässt.

Sonntag, 19. März 2023

Abschied oder Rausschmiss?

Dass Graf Lindorf die Kapelle verlassen wird, dürfte mittlerweile jeder mitbekommen haben. Der Grund dafür blieb allerdings bis dato ein Geheimnis. Vor Kurzem ließ der Diener Bastille jedoch verlauten, dass es wohl eine Streitigkeit innerhalb der Gruppe gab, deren Thema die neue Frisur des Grafen war.

Wie es scheint hatte Graf Lindorf Lust auf eine Typveränderung oder war genervt von seinen langen Haaren und ließ sie sich kurzerhand von einem Gelernten kürzen. Als er dann kurzhaarig zur nächsten Kapellenübung auftauchte, brach ein Streit aus. Laut Aussagen von Bastille war es hauptsächlich Herr Coppella, welcher Eigenschaften wie Unzuverlässigkeit und Unehrlichkeit mit dem Fehlen langen Haupthaares in Verbindung bringt. Selbst das solidarische Abschneiden der Haare des Butlers brachte den Klarinettisten nicht zur Vernunft. Der Streit eskalierte und führte letztendlich dazu, dass Graf Lindorf wutentbrannt das Handtuch warf und nur durch viel Bitten und Betteln überhaupt davon zu überzeugen war, die aktuelle Tour noch mitzuspielen.

Soweit zumindest die offizielle Variante. Doch wir wissen mehr.

Unseren detaillierten Recherchen und unermüdlichen Kolleg:innen ist es zu verdanken, dass wir kürzlich ein shampoo-förmiges Vehikel auf dem Privatparkplatz am Herrensitz zu entdecken vermochten. Ein näherer Blick verriet, dass es sich dabei um den Außendienst der Haarpflegeserie Glanz und Eleganz handelte. Als wir gerade einen diskreten Blick in das leere Gefährt werfen wollten, wurde die Tür der Villa aufgerissen und lauthals wetternde Personen verließen das Gebäude; wir verschanzten uns eilig hinter einem Gebüsch und sahen, wie allerlei Wertgegenstände aus dem Hause Coppelius gebracht wurden, darunter wohl ein Picasso und eine Stradivari. Dabei konnten wir Worte wie "Vertragsstrafe" und "laufendes Verfahren" aufschnappen.

Der Fall scheint also klar zu sein. Graf Lindorf kann mit seiner neuen Frisur seiner Nebentätigkeit als Haarmodell nicht mehr nachgehen und verstößt damit stellvertretend für die Herren Coppelii gegen den laufenden Werbevertrag mit Glanz und Eleganz, welche prompt mit einem Gerichtsverfahren zu drohen scheinen. 


Ist das also der Grund für den Abschied von Graf Lindorf? Ist es womöglich viel weniger ein Abschied als ein Rausschmiss? Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil!

Dienstag, 14. März 2023

10 Jahre später - was bisher geschah

Die erste Dekade ist geschafft.

Vor zehn Jahren, am 30.03.2013, erschien die erste Ausgabe des Olimpianischen Käseblatts (OK). Damals waren die gebündelten journalistischen Fähigkeiten der GCSG in den Kinderschuhen und die Qualität eben dessen recht zweifelhaft. Über die Jahre und die immerhin sechs Ausgaben des OK haben jedoch sowohl die dokumentarischen Fähigkeiten, als auch die, sich in waghalsigen Situationen blitzschnell vor den Augen der Beobachteten zu verstecken, exponentiell zugenommen!

Sehen Sie hier einen Zusammenschnitt unserer Arbeit und freuen Sie sich auf zukünftige Ausgaben in Papierform. In der Zwischenzeit werden wir jedoch an diesem Ort hier für Sie die heißesten Neuigkeiten bereithalten.

Wie gerne erinnern wir uns zurück an diesen Bericht vom Juni 2016 über die dentale Situation des Grafen Lindorf. Niemand wusste so recht was passiert war und das Rätsel bleibt bis heute weitgehend ungeklärt.
Mit Freuden können wir allerdings berichten, dass sich die Zähne des Grafen wieder bester Gesundheit erfreuen. Wie schade, dass man sein breites Grinsen nur noch auf Erinnerungsfotos wird bewundern können.

An dieser Stelle sei gesagt, dass wir es sehr schade finden, dass Graf Lindorf die Kapelle verlassen wird. Natürlich respektieren wir seine Entscheidung; er wird sicherlich gute Gründe dafür haben.
Was allerdings viel wichtiger ist, ist die Frage wer in seiner ziemlich großen Fußstapfen zu treten vermag. Wo findet man heutzutage eine Person, die Cello spielt, singen kann, und ein Model für Shampoo-Werbemaßnahmen sein könnte? Die Eigenarten der anderen Herren auszuhalten, ist sicherlich auch nicht immer einfach. Wie dem auch sei; wir sind gespannt der Dinge, die da kommen werden.